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   15.09.14 14:46
    Hey eine sehr nette Seit






Der erste Text

Ich muss mir mal ein bisschen was von der Seele schreiben, es sind nun mehr 5 Jahre, die ich in dieser Branche bin, mit Pausen und Auszeiten, mit allen Höhen und Tiefen, die es so gibt.
Ich habe auf der Straße gearbeitet, privat und seit 2 Jahren in einem Club. Gezählt habe ich die Männer nicht, die mich besuchten, doch erinnere ich mich an meinen allerersten Gast, damals in Dortmund, als es den Straßenstrich noch gab und ich dort stand, zu stolz in einen Club zu gehen und mein Geld dort zu teilen. Einen Zuhälter habe ich nie gehabt, irgendwie war ich denen zu taff.
Mein erster Gast, nennen wir ihn Ali, war charmant, sauber und höflich. Wäre es anders gewesen, so wäre ich wahrscheinlich schleunigst aus dem Milieu verschwunden. Er nahm mir meine Angst und Schüchternheit und obwohl wir quasi „nichts machten“ entlohnte er mich großzügig.
Die Art von Gast macht ungefähr 60% meiner Gäste, die anderen 40% sind unsauber, grob, versucht zu handeln oder behandelt mich nicht mit Respekt.
Ich kann mich an einen anderen Gast sehr gut erinnern, der mich damals mit 18 in die BDSM-Szene eingeführt hat, naiv und gutgläubig wie ich war, ließ ich mich zu vielen Dingen überreden und ging weit über meine Grenzen. Der Höhepunkt war eine Session in einem Park, nachts und ohne Beleuchtung, wie naiv ich doch war. Man fesselte und knebbelte mich, peitsche mich aus und vergewaltigte mich mehrmals. Bis heute liegt ein grauer Schleier über meiner Erinnerung, wie ich da rauskam. Jedenfalls war das das Ende meiner „Straßenzeit“.
Eine Zeitlang, genauer gesagt fast 1 ½ Jahre, habe ich überhaupt nicht gearbeitet, zu groß war die Angst, sowas könne mir nochmals passieren. Bis ich eines Tages ohne einen Cent da stand und in Essen landete, wo sich mir eine ganz neue Welt bot.
Ich habe auch dort Höhen und Tiefen kennen gelernt, ich habe für mich begriffen, was ich mag und was ich nicht mehr über mich ergehen lasse. Behandelt man mich wie ein Stück Fleisch, wie eine wertlose Hülle, dann wars das, dort ist die Tür. Gönnt man mir auch etwas Spaß, ja, dann kann ich mich auch fallen lassen und beide erleben eine schöne Zeit. Es ist wirklich kurios, wie viele verschieden Arten von Männern es doch gibt und ich habe viel dazu gelernt.
Trotz aller Sachen, die passiert sind, missen möchte ich diese ganzen Jahre nicht, es hat mich selbstbewusster gemacht, auch was meinen Körper betrifft, der nun mal nicht perfekt ist. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind, ob nun Gast oder Kollegin.
Ich wollte einfach mal einen kurzen Einblick in mein Leben und in meine Vergangenheit geben 

LG Stella
5.9.14 11:52
 


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