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Über

Ich bin eine 23-Jährige Frau aus dem Ruhrpott und arbeite in einem Privatclub in Essen. Mit diesem Blog möchte ich meine Eindrücke, Empfindungen und Erfahrungen im Pay6 teilen.

Alter: 26
 

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war Lassie das größte für mich.

Wenn ich mal groß bin...:
werde ich rund um die Uhr glücklich sein.

In der Woche...:
gibt es viele Hochs und Tiefs.

Ich wünsche mir...:
ein ruhiges und glückliches Leben.

Ich glaube...:
an die Gerechtigkeit. Jeder bekommt, was er verdient.

Ich liebe...:
mich jeden Tag ein wenig mehr.

Man erkennt mich an...:
den roten Haaren



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Blog

Empfindungen

Nachdem ich einen kleinen Überblick gegeben habe, möchte ich nun etwas tiefer in mein Leben gehen, in meine Eindrücke, meine Empfindungen und meine Erfahrungen.

Es gibt Tage, an denen ich mich schwach fühle, an denen ein Blick in den Spiegel reicht und ich in Tränen ausbreche. An solchen Tagen möchte ich niemanden sehen, geschweige denn irgendwo hingehen. Tage, an denen ich gerne eine Maske hätte um mich zu verstecken. Ich bin teilweise sehr unsicher und meide Kontakte mit anderen.

Wenn ich an solchen Tagen arbeiten gehe, dann kann das nicht gut gehen. An solchen Tagen ziehe ich dann die besten Arschlöcher an, bei denen ich nach dem Zimmer einfach nur brechen könnte. Weil ich mich schmutzig fühle, benutzt fühle und nicht mal das Geld entschädigt um das Gefühl zu bereinigen. Dennoch versuche ich natürlich die Maskerade aufrecht zu halten. Mein Mantra: Ich bin absolut umwerfend, die Männer sind verrückt nach mir und ich bekomme Geld dafür. Klappt nur leider  nicht immer.

Es gibt Tage, an denen mich nichts und niemand aufhalten kann, an denen ein Blick in den Spiegel reicht und ich mir denke, wow, Du bist super. An solchen Tagen trage ich das auch nach außen, ich bin kontaktfreudig, flirte gerne und habe eine ganz andere Ausstrahlung.

An solchen Tagen liebe ich meine Arbeit, hey, ich bin eine Sexbombe, nimm mich, nimm mich und nimm mich. Ich wickle die Männer um den Finger und fühle mich einfach toll dabei, das Geld ist dann das Sahnehäubchen.

Manche Gäste unterstellen mir Arroganz, dabei bin ich manchmal einfach nur unsicher und schüchtern, trotz Kriegsbemalung und erotischem Outfit.

Was mit mir nicht stimmt? Ich habe die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Wie sich das mit dem Job vereinbaren lässt? Eigentlich gar nicht, aber ich versuche es. Warum ich es öffentlich erzähle? Weil ich schon immer offen damit umgegangen bin und vielleicht versteht der/ die Eine mich oder es gibt Leidensgenossen?!

Aber trotz allem, für mich gilt der Spruch: Kopf hoch Prinzessin, sonst fällt die Krone runter.

LG Stella

5.9.14 12:14


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Der erste Text

Ich muss mir mal ein bisschen was von der Seele schreiben, es sind nun mehr 5 Jahre, die ich in dieser Branche bin, mit Pausen und Auszeiten, mit allen Höhen und Tiefen, die es so gibt.
Ich habe auf der Straße gearbeitet, privat und seit 2 Jahren in einem Club. Gezählt habe ich die Männer nicht, die mich besuchten, doch erinnere ich mich an meinen allerersten Gast, damals in Dortmund, als es den Straßenstrich noch gab und ich dort stand, zu stolz in einen Club zu gehen und mein Geld dort zu teilen. Einen Zuhälter habe ich nie gehabt, irgendwie war ich denen zu taff.
Mein erster Gast, nennen wir ihn Ali, war charmant, sauber und höflich. Wäre es anders gewesen, so wäre ich wahrscheinlich schleunigst aus dem Milieu verschwunden. Er nahm mir meine Angst und Schüchternheit und obwohl wir quasi „nichts machten“ entlohnte er mich großzügig.
Die Art von Gast macht ungefähr 60% meiner Gäste, die anderen 40% sind unsauber, grob, versucht zu handeln oder behandelt mich nicht mit Respekt.
Ich kann mich an einen anderen Gast sehr gut erinnern, der mich damals mit 18 in die BDSM-Szene eingeführt hat, naiv und gutgläubig wie ich war, ließ ich mich zu vielen Dingen überreden und ging weit über meine Grenzen. Der Höhepunkt war eine Session in einem Park, nachts und ohne Beleuchtung, wie naiv ich doch war. Man fesselte und knebbelte mich, peitsche mich aus und vergewaltigte mich mehrmals. Bis heute liegt ein grauer Schleier über meiner Erinnerung, wie ich da rauskam. Jedenfalls war das das Ende meiner „Straßenzeit“.
Eine Zeitlang, genauer gesagt fast 1 ½ Jahre, habe ich überhaupt nicht gearbeitet, zu groß war die Angst, sowas könne mir nochmals passieren. Bis ich eines Tages ohne einen Cent da stand und in Essen landete, wo sich mir eine ganz neue Welt bot.
Ich habe auch dort Höhen und Tiefen kennen gelernt, ich habe für mich begriffen, was ich mag und was ich nicht mehr über mich ergehen lasse. Behandelt man mich wie ein Stück Fleisch, wie eine wertlose Hülle, dann wars das, dort ist die Tür. Gönnt man mir auch etwas Spaß, ja, dann kann ich mich auch fallen lassen und beide erleben eine schöne Zeit. Es ist wirklich kurios, wie viele verschieden Arten von Männern es doch gibt und ich habe viel dazu gelernt.
Trotz aller Sachen, die passiert sind, missen möchte ich diese ganzen Jahre nicht, es hat mich selbstbewusster gemacht, auch was meinen Körper betrifft, der nun mal nicht perfekt ist. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind, ob nun Gast oder Kollegin.
Ich wollte einfach mal einen kurzen Einblick in mein Leben und in meine Vergangenheit geben 

LG Stella
5.9.14 11:52





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